DIE
GREINER DILETTANTENGESELLSCHAFT
„Wir sind ein elektrisches Kraftwerk
aber wir lieben
unsere Weiber!“
Es gibt in Grein eine lebendige Theatertradition, die, mit einigen
Unterbrechungen, nachweislich bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht.
Als Kaiser Joseph II. die allgemeine Schauspielfreiheit gewährte,
entstanden neben vielen Wanderbühnen auch städtische Dilettantengesellschaften.
Das Wort Dilettant geht auf ital. „dilettare“, „erfreuen“ zurück.
Ein Dilettant ist in alter Bedeutung jemand, der nur der Freude halber
und nicht des Gelderwerbs wegen, Theater spielt. Seit den sechziger
Jahren wurde das „hausgemachte“ Theaterspiel in Grein
immer seltener.
Die Generalsanierung des Stadttheaters 1991/1992 bot den Anlass,
die alte Tradition neu aufleben zu lassen. Kein „dilettantisches“ Nachäffen
von Profibühnen sollte es werden, sondern eine zeitgemäße
Adaptierung von mehr oder weniger unbekannten Stücken aus dem
Zeitraum vom Ende des 18. Jahrhunderts bis Anfang des 19. Jahrhunderts.
Es standen vorerst typische Hanswurst-Stücke und Wiener Vorstadttheater
auf dem Programm, heute fast vergessen, jedoch durchaus von literarischer
Qualität und beträchtlichem Unterhaltungswert. Im Lauf
der Zeit kamen aber auch Stücke des 20. Jahrhunderts zur Aufführung
zB „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch,
oder „Arsen und alte Spitze“ von Joseph Kesselring sowie
auch Eigenproduktionen wie „Merkwürdiges Grein“ ein
Lesetheater mit Texten von 1650 bis 1850 und 9 _ Leichen oder „Messer,
Mörder, Moritaten“.
Die Greiner Dilettantengesellschaft hatte auch schon öfters
Gelegenheit sich aus-wärts zu präsentieren. Beim Barockfest
in St. Pölten, beim Spectaculum in Wels, im U-Hof in Linz, in
Götzis/Vorarlberg. Auch ein Gastspiel beim internationalen Thea-terfestival
FOKUS gehörte zu den Gastspielen der Dilettantengesellschaft.
2006 war ein höchst produktives Jahr. Im Frühjahr brachten
wir das zeitgenössische Stück „Klaras Verhältnisse“ von
Dea Loher auf die Bühne und im wurde mit Aristoteles „Die
Frösche“ antikes Schauspiel auf die Bühne des Greiner
Stadttheaters gebracht (siehe unter GSPIELTES)
Durch die jahrelange Sielpraxis und durch viel Fortbildung im schauspielerischem
kann sich das können unsere Amateurschauspieler durchaus sehen
lassen. Auch das gesamte Ensemble mit Regie, Bühnenbild, Kostüm
und Kommunikation arbeitet nach professionellen Richtlinien.
Viele neue Ideen weisen den Weg in die Zukunft, im schöpferischen
und menschli-chen Zusammenwirken liegt die Kraft, die es ermöglicht,
gelungene Produktionen auf die Bühne zu bringen.
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